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Aktion Sozialbestattung - Politisch gesehen - Kirchen - Evangelische Kirche


Evangelische Kirche



Das sozialwissenschaftliche Institut der Evangelischen Kirche in Deutschland kommentiert in der Schlussfolgerung des Projekts "Armenbestattung und Menschenwürde" von 2008 und gibt praxisbezogene Anregungen:



  • Würdige Trauerfeiern für Ordnungsamtbestattungen
  • Beteiligung der Bestatter an diesen Bestattungen
  • Namentliche Kennzeichnung von Grabstätten ermöglichen (Ordnungsamtbestattungen)
  • Beteiligung auch der Kirchlichen Friedhöfe an der Übernahme von Ordnungsamtbestattungen
  • Umgestaltung von Friedhofsordnungen

  • In immer mehr Kommunen wird der Ordnungsamtbestatteten in einer Trauerfeier gedacht. Wenn die Zahl dieser Bestattungen pro Jahr unter 100 bleibt, ist vorstellbar, dass dies in eher individuell geprägten Trauerfeiern für jeweils zwei bis vier Verstorbene geschieht.

    Neben der schon bestehenden Gesprächsrunde "Bestatter-Kirche" könnte eine Gesprächsrunde "Friedhofsbetreiber" eingerichtet werden, bei der Kommune und Kirchen an einem Tisch sitzen. Diese Runde sollte gegebenenfalls zu gemeinsam interessierenden Themen auch Mitarbeiter/innen des Sozial- und Ordnungsamtes mit einladen.

    Kirche, Kommune und Bestatter sollten gemeinsam überlegen, wie mit vereinten Kräften sozial Schwachen beim Ausfüllen und Einreichen von Anträgen an das Sozialamt unterstützt werden können.

    Für Ordnungsamtbestattungen sollte - Prinzip Gleichbehandlung - ordnungsamtsseitig der gleiche Betrag wie für Sozialbestattungen vorgesehen werden.

    Die Kosten für die namentliche Kennzeichnung von Grabstätten sollten in kommunalen wie kirchlichen Friedhofsordnungen so gering wie möglich kalkuliert werden. Die Armen dürfen nicht von vornherein von der "Kultur der Ermöglichung einer namentlichen Erinnerung an bestimmtem Ort" ausgeschlossen sein. Denkbar wäre, dass Kirchengemeinden im Falle einer Ordnungsamt- oder Sozialamtsbestattung eines ihrer Gemeindeglieder aus eigenen Mitteln zumindest Anteile der "Mehrkosten" für namentliche Kennzeichnung der Grabstätte übernimmt.

    Kostenmindernd wäre zu überlegen, ob nicht jeder Friedhof zu einem festzusetzenden Einheitspreis, der nicht höher sein dürfte als der derzeitige kommunale, Plätze für Ordnungsamtsbestattungen zur Verfügung stellen sollte. Diese Plätze könnten nach einem gewissen turnusmäßigen Schlüssel belegt werden. Der "Einheitspreis" könnte - ohne Mehrkosten gegenüber dem Bisherigen - auch eine pflegeleichte namentliche Kennzeichnung enthalten.

    In den zuständigen Gremien sollte darüber beraten werden, die bestehenden Friedhofsordnungen um die Präambel "Würde des Menschen" zu erweitern.

    Aus: Armenbestattung und Menschenwürde (2008) - Sozialbestattungen und Ordnungsamtbestattungen: Eine Befragung in Norddeutschland
    SI-Projektverantwortlicher: Dr. Wolf-Dietrich Köhler
    Die vollständige Fassung des Untersuchungsberichts ist erschienen als epd-Dokumentation 51/2008 und ist zu beziehen über info@si-ekd.de zum Preis von 5,35 € (inkl. Versandkosten).

    Link (21.08.2014): https://www.ekd.de/si/projekte/abgeschlossen/armenbestattung_menschenwuerde.html

    Kontakt:
    Sozialwissenschaftliches Institut
    der Evangelischen Kirche Deutschlands
    Arnswaldtstraße 6
    30159 Hannover
    Telefon 0511 - 55 47 41 - 0
    Fax: 0511 - 55 47 41 - 44
    E-Mail: info@si-ekd.de
    Web: www.si-ekd.de




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